Ausstattungsratgeber | Lesezeit: 6 Minuten | Zielgruppe: Leitungen von Simulationszentren, Ausbilder, Medizintechnik und IT
In der Simulation entsteht das Lernen im Debriefing. Mit Video sehen die Teilnehmenden ihre Handgriffe, ihre Kommunikation und ihre Entscheidungen noch einmal, statt sich nur auf ihre Erinnerung zu verlassen. Bleibt die Wahl zwischen einer stationären, fest in die Räume integrierten Anlage und einer mobilen Lösung, die mit dem Ausbildungsteam unterwegs ist. Diese Kriterien geben den Ausschlag.
Was eine Videodebriefing-Lösung leisten muss
- Aus mehreren Perspektiven filmen: Überblick über den Raum, Nahaufnahme von Patient oder Simulator, Monitorbild.
- Verwertbaren Ton aufnehmen: oft die Schwachstelle einer Anlage, obwohl die Kommunikation im Team im Mittelpunkt des Debriefings steht.
- Live übertragen in den Beobachtungs- oder Debriefing-Raum.
- Schlüsselmomente markieren während des Szenarios, um die zu besprechenden Sequenzen sofort wiederzufinden.
- Aufnahmen schützen: kontrollierte Speicherung, Zugriffsrechte, DSGVO-konforme Aufbewahrungsdauer.
Die stationäre Lösung: für Zentren mit mehreren Räumen
Eine stationäre Anlage eignet sich für Zentren mit eigenen Simulationsräumen: Kameras und Mikrofone werden einmal installiert, und jede Sitzung startet ohne technische Vorbereitung.
Viso, die stationäre Lösung von Noldus, stattet beliebig viele Räume und Nutzer mit zentraler Steuerung aus. Sie arbeitet mit professionellen Axis-Kameras und einer Audioverarbeitung, die jedes Mikrofon (Raum-, Ansteck- oder Richtmikrofon) einzeln regelt. Ereignismarkierung und Push-to-Talk erleichtern die Durchführung und das Debriefing.
In der Schweiz deckt SIMStation Enterprise dieselben Anforderungen für große Zentren mit vielen Räumen ab, einschließlich strukturierter Prüfungen (OSCE).
Die mobile Lösung: Simulation überall
Die mobile Lösung kommt mit: In-situ-Simulation auf der Station, Ausbildung an mehreren Standorten, Mehrzweckräume, die nicht fest ausgestattet werden können. Das gesamte Material passt in einen Koffer und ist in wenigen Minuten einsatzbereit.
- Viso Mobile von Noldus bietet die Funktionen der stationären Version in einem Rollkoffer: PC, PoE-Router, Axis-Kameras und kabellose RODE-Mikrofone, mit unbefristeter Softwarelizenz.
- UniFi-Go, die von Life Support Distribution entwickelte Lösung, bringt drei 4K-WLAN-Kameras und ein eigenes Netzwerk mit: Sie ist unabhängig von der IT-Infrastruktur der Einrichtung und braucht keine Verkabelung. Die Aufnahmen sind im Browser oder in der App abrufbar und werden verschlüsselt lokal gespeichert.
- In der Schweiz gibt es die SIMStation-Reihe auch transportabel: SIMStation Go, SIMStation Essential und SIMStation Pro.
Stationär oder mobil: die Entscheidungskriterien
| Kriterium | Stationäre Lösung | Mobile Lösung |
|---|---|---|
| Simulationsorte | Eigene Räume des Zentrums | Stationen, andere Standorte, Mehrzweckräume |
| Start einer Sitzung | Sofort | Einige Minuten Aufbau |
| Tonqualität | Fest installierte, pro Raum optimierte Mikrofone | Funkmikrofone, bei jeder Sitzung zu platzieren |
| Netzwerk | Im Netz der Einrichtung (mit der IT abzustimmen) | Je nach Modell autark |
| Erweiterbarkeit | Weitere Räume und Kameras | Weitere Koffer oder Kameras |
In der Praxis kombinieren viele Zentren beides: eine stationäre Anlage in den Haupträumen und einen mobilen Koffer für die In-situ-Simulation.
Fragen vor der Entscheidung
- Wie viele Räume und Sitzungen pro Woche sollen abgedeckt werden?
- Findet Simulation auch auf den Stationen oder an anderen Standorten statt?
- Wer startet die Aufnahmen: ein Techniker oder die Ausbilder selbst?
- Welche Vorgaben machen IT und Datenschutzbeauftragte zu Netzwerk und Speicherung?
- Soll die Sitzung live an Beobachter übertragen werden?
Unsere Begleitung
Life Support Distribution analysiert Ihre Ausgangslage (Räume, Netzwerk, Nutzung), installiert das System, schult Ihre Ausbilder und übernimmt den technischen Support. Entdecken Sie alle unsere Videodebriefing-Lösungen oder kontaktieren Sie uns für eine Vorführung.